Warum Positives Denken oft nicht wirkt - Angst Ist Loesbar

Warum Positives Denken oft nicht wirkt

Warum das positive Denken manchen Menschen nützlich ist und anderen Menschen nicht, erfährst du in diesem Artikel.

Positives Denken und Affirmation sind eine alte Methode, mit denen Menschen seit langem versuchen glücklich zu werden.

Man kann sie auch Autosuggestionen nennen, also eine Art der Selbsthypnose.

Positive Affirmation (Bestätigungen) sollen die Stimmung heben und uns davon überzeugen, dass die Welt in der Tat ein guter Ort ist.

Sie sollen dazu dienen, unser Selbstwertgefühl zu heben, an uns selbst zu glauben und grundsätzlich mehr Vertrauen in uns selbst und in unsere Fähigkeiten zu entwickeln.

Der oft gehörte Satz: „Alles wird gut“ wird uns immer wieder empfohlen, ohne dass jedoch beschrieben wird, wie denn nun alles gut werden soll.

Viele Menschen empfinden diesen Satz als Plattitüde und Verhöhnung.

Positive Sätze sollen ein Gegengewicht bilden zu den negativen Glaubenssätzen, die in der Regel die Hauptursache für unser Leiden sind.

Eine positive Affirmation unterscheidet sich jedoch in vielerlei Hinsicht von unserem negativen Glaubenssatz.

Der Hauptunterschied liegt eben darin, dass wir den Inhalt des einen glauben und den Inhalt der positiven Affirmation nicht.

Mit einer positiven Affirmation kommen wir in der Regel erst im Erwachsenenalter in Kontakt und auch erst dann, wenn wir unter irgendwelchen Problemen und nicht zu beantwortenden Fragen leiden.

Im Gegensatz dazu wählen wir unsere negativen Glaubenssätze bereits in der frühen Kindheit aus. Häufig übernehmen wir sie sogar von unseren Eltern und frühen Bezugspersonen.

Unsere Glaubenssätze werden geprägt von Erlebnissen und der Art und Weise, wie wir diese Erlebnisse interpretieren und verarbeiten.

So weist zum Beispiel die moderne Traumaforschung nach, dass ein erlebtes Trauma die Art und Weise, wie wir über die Welt und über uns selber denken, negativ beeinflusst.

Ein Kind, das etwas Schlimmes erlebt, beginnt sich vor diesem Schlimmen zu fürchten. Es entwickelt Glaubenssätze und Denkstrukturen, die von dem negativen Erlebnis eingefärbt sind.

Es verliert das Vertrauen, dass die Welt ein guter Ort ist, andere Menschen grundsätzlich gut sind und dass es selbst in der Welt sicher ist.

Aus Angst vor verstörenden Erlebnissen resultiert dann ein Glaubenssatz, der heißt: „Die Welt ist gefährlich und ich bin ihr hilflos ausgeliefert.“

Diese Grundüberzeugung führt nun zur Entwicklung bestimmter Gefühle und Verhaltensweisen. Je nachdem, wie das Kind sich das schlimme Erlebnis erklärt, formuliert es einen weiteren negativen Glaubenssatz über sich selbst: „Ich bin schlecht.“

Auch dieser Gedanke zieht weitere Glaubenssätze nach sich.

Für wie wahrscheinlich hältst Du es, dass der Satz: „ich bin gut“, den Du als Erwachsener in einem Selbsthilfebuch gelesen hast, auch nur annähernd ein Gegengewicht bilden kann zu einem negativen Glaubenssatz über Dich selbst, den Du seit Jahren pflegst?

Positive Affirmationen und Positives Denken können uns dann helfen, wenn wir in einer nicht allzu angespannten emotionalen Lage sind. Dann kann unser innerer Zensor es zulassen, dass wir ihnen Glauben schenken und uns von ihnen stärken lassen.

Geht es uns aber wirklich schlecht, befinden wir uns in einer emotionalen Notlage oder quälen uns heftige Probleme, nützen uns Sätze wie: „Ich schaffe das“ wenig.

In solchen Situationen hat das negative Gedankenkarussell uns in der Regel fest im Griff.

Doch das dürfen wir nicht unwidersprochen hinnehmen, denn das verschlimmert unsere Lage nur.

In diesem Fall hilft es, genau auf die Gedanken zu achten und das Gedankenmuster durch einen anderen Gedanken zu unterbrechen.

Dieser Unterbrechungsgedanke soll nicht positiv sein, nur anders. Du kannst z.B. an Telefonnummern oder Rechenaufgaben denken oder über das Muster Deiner Tapete sinnieren. Alles ist besser, als Deinem Gehirn zu erlauben, sich der negativen Gedankenspirale hinzugeben.

Ein hilfreicher Satz kann auch sein: „Auch das geht vorüber“ oder: „Es gibt einen besseren Weg, das zu sehen„.

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Author: Martina Becher

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